Aus einem Wunsch wird eine Idee – aus der Idee ein Stadtgarten

Mit dem sogenannten Stadtpark besitzt Oberwart eine grüne Mitte – mitten im Zentrum. Ein Ort der Erholung und Begegnung. Im Laufe der Jahre hat dieser Ort mehrmals sein Antlitz verändert. Die Umgebung auch. Und – mit der Zeit haben sich die Ansprüche an diesen Ort geändert.
Nur, welche Ansprüche? Und wer genau stellt sie? Und was bedeutet das für die Zukunft dieses Ortes?

Was tun mit einem Stadtpark, der nicht mehr gefällt
und nicht mehr genutzt wird?

... man holt die Meinung der Bürgerinnen und Bürger dazu ein und startet einen Entwicklungsprozess zur Neugestaltung.

Der Stadtpark ist das im wahrsten Sinne des Wortes natürliche Zentrum von Oberwart – in einem zukunftsweisenden Entschluss 1922 gegründet, als Ort der Erholung und Begegnung.

Seither hat sich viel getan. im Park und in der südburgenländischen Kleinstadt. mit den bedürfnissen der bevölkerung haben sich auch die ansprüche an diese grüne mitte geändert.

Hinzu kommt ...

dass sich auch die unmittelbare Umgebung des Parks wandelt. Sich in Planung bzw. in der Umsetzung befindliche Bauprojekte werden das Antlitz der Innenstadt markant verändern und dem Stadtpark neue Anrainer und neue Impulse bescheren.

Mit dieser Ausgangssituation im Gepäck haben die Verantwortlichen der Stadtgemeinde Oberwart die in Oberwart ansässige Agentur Rabold und Co. mit der Organisation und Abwicklung einer Bürgerbeteiligung beauftragt.
Ziel: Ein Gestaltungskonzept für den Stadtpark, in dem sich die Wünsche und Vorstellungen der Oberwarter*innen widerspiegeln.

Unter dem Motto "ihre ideen für unseren stadtpark" fiel anfang september 2020 mit einer pressekonferenz im rathaus der startschuss für ein ...

... Bürgerinnenbeteiligungsprojekt

Mittels Postwurfsendung wurden die OberwarterInnen von dem Projekt informiert und folgende Fragen an sie gerichtet: „Was soll im Stadtpark der Zukunft passieren und was darf dort keinesfalls geschehen? Was erwarten sie von diesem Platz? Welche Qualitäten muss dieser Ort haben, damit sie ihn gerne aufsuchen?“

Bis Anfang Oktober hatten die BürgerInnen die Möglichkeit, ihre Vorschläge per Postkarte, per Online-Formular oder per Mail einzubringen. Darüber hinaus hat man sich im Rahmen von Stakeholder-Interviews, bei zwei Stadtpark-Spaziergängen, bei einem Design Thinking-Workshop sowie einem Ideensprint mit Jugendlichen intensiv mit den Ideen der Bevölkerung beschäftigt.

Zahlen und fakten zur Bürgerinnenbeteiligung:

4 Infostände mit Briefkästen (Stadtpark, Obertrum, Untertrum und beim eo) – 93 Postkarten eingelangt.
Dazu 27 Rückmeldungen per Email, Facebook oder Instagram bzw. per Briefpost
10 (Stakeholder)-Interviews mit Oberwarterinnen und Oberwartern
2 „Parksafaris“ mit Bürgermeister, Gemeinderatsmitgliedern und interessierten BürgerInnen
2 Workshops (davon einer mit SchülerInnen der HBLA Oberwart) zur Ideenfindung
7 interne Workshops zur Auswertung der Ergebnisse
1 finaler interner Workshop zur Berichterstellung

 

Was wünschen sich die Menschen in Oberwart für den Stadtpark der Zukunft?
 

… ein Gesamtkonzept, das sich in die städtische Umgebung integriert. Kein Stückwerk!

… kein fixfertiges Endprodukt, sondern eine schrittweise Entwicklung und Einbindung der Bevölkerung

… die Verwandlung zu einem naturnahen Stadtgarten – ohne Autos und Schotter, dafür mit einheimischen Pflanzen und Wasserflächen  

… Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen und WCs, die sauber sind, in einem Stadtgarten, in dem man sich sicher fühlt

… einen Erholungs- und Kommunikationsort, der mit seiner besonderen Gestaltung die Menschen anzieht

… Fitnessgeräte und Flächen, die zu sportlicher Betätigung einladen

… einen gut integrierten Kinderspielplatz, der mit hochwertigen Spielgeräten zum Besuchermagnet wird

… eine kleine, feine Gastronomie in der Mitte des Stadtgartens, mit Blick auf eine Wasserfläche und den Kinderspielplatz

… kleine und feine Veranstaltungen, die das Ambiente des künftigen Stadtgartens nutzen und beleben

… einen fixen, attraktiven Marktplatz im vorderen Bereich, der Oberwart zum regionalen Genusszentrum werden lässt

… ein Kriegerdenkmal und Mahnmal – mit einer neuen Botschaft aufgewertet, eventuell anders ausgerichtet – als integraler Bestandteil des künftigen Stadtgartens

… eine laufende, liebevolle Pflege und Betreuung – gewährleistet durch ein attraktives Beteiligungsprojekt für Alt und Jung

Tipp für den nächsten Spaziergang durch Oberwart:

Ein Blick in das Schaufenster des ehemaligen Modegeschäftes Balaskovics in der Steinamangerer Straße 4 bietet einen Überblick über die Ergebnisse der BürgerInnenbeteiligung. Die Agentur RABOLD UND CO. hat dazu jede Menge Fotos, Postkarten und Ideen  zu Präsentationszwecken zusammengestellt.